Einen zusätzlichen Tag am Gardasee beschert uns der ShuttleService, der am Donnerstag nicht von Torbole zurück an unseren Startpunkt fährt und so beschließen wir mal was anderes zu machen und wandern zu gehen. Der Wetterfrosch verkündet Gewitter und so sind wir etwas vorsichtig mit der Routenwahl. Da wir keinen Rucksack dabei haben, wollen wir uns einen leihen, auf dem Weg zum Verleih wird aber klar, dass meine Radschuhe wohl nicht für eine längere Wanderung geeignet sind und so planen wir um und nehmen doch die Räder 😉

Wir wählen den Ponale – angeblich der schönsten Radwegs der Welt – am nördlichen Gardasee. Die Straße wurde in den blanken Fels der Steilküste oberhalb von Riva geschlagen und ist nur noch für Fahrradfahrer und Wanderer zugänglich. Der Weg ist geschottert und ausgewaschen und daher für ungeübte Radler nicht ganz einfach, ein MTB wird empfohlen.

Tatsächlich tummelt sich natürlich alles, was ein Zweirad bewegen kann auf dem Ponale und ganz besonders eBiker scheinen angetan von dem kontinuierlich ansteigenden Weg. Entsprechend voll ist es, als wir uns mit den Reiserädern den Weg hocharbeiten. Der Ausblick enstchädigt aber doch für die nervigen Mitfahrer.

Und so biegen wir an der ersten Möglichkeit ab und nehmen die Route zum Lago di Legro, die zwar kurz auf eine vielbefahrerene Strasse führt, sich dann aber doch sehr lohnt.

Mal mehr mal weniger stark steigend schlängelt sich der Weg hoch durch grüne Wiesen und Wälder.

An einer besonders steilen Stelle mit Serpentinen kommen auch wir langsam an unsere Grenzen, aber im kleinsten Gang läßt sich auch dieser Abschnitt überwinden. Oben schauen dann staunende Biker auf unsere Performance und kommentieren bewundernd unsere motorlose Leistung 😀 So ohne Gepäcktaschen fährt es sich auch nochmal etwas einfacher 😉 Dafür fordert die schwüle Luft heute viel Schweiß von uns, soviel geschwitzt habe ich die ganzen Tour durch die Alpen nicht …

Wir kurbeln trotzdem fleißig weiter und erreichen bald den Legrosee, der sich malerisch vor uns ausbreitet.

In einem kleinen Cafe genießen wir Eis und Apfelstrudel, bevor wir uns auf den Rückweg machen, der uns direkt den gleichen Weg zurück führt. Vorbei an einem Felsen direkt am Wasser, der auf dem Hinweg von einem anderen Pärchen als Fotolocation mißbraucht wurde, der nun aber für uns frei ist 😀

Bergrunter zersägen wir natürlich wieder die eBiker, die auf den schottrigen Wege so ihre liebe Mühe haben, die schweren eBikes entsprechend zu führen. Weiter unten wird es dann auch wieder voller und so rollen wir langsam zum Gardasee hinab und zurück ins Hotel.

Keine Minute zu früh. Als ich unter Dusche stehe legt das allnachmittägliche Gewitter los und bringt die ersehnte Abkühlung. Das Abendessen müssen wir in die späteren Abendstunden verschieben, zu lang ist die Schlange vor dem Restaurant und die Suche nach einer Alternative bleibt erfolglos. Keine andere Pizzeria bei der wir gefragt haben, bietet glutenfreies Essen an.

Heute haben wir nochmal 36 km mit 640 hm gesammelt. Aber es hat sich gelohnt, die Tour ist wirklich schön.

 

Print Friendly, PDF & Email