{"id":3104,"date":"2014-10-30T19:19:32","date_gmt":"2014-10-30T18:19:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jannis-welt.de\/?p=3104"},"modified":"2014-10-30T19:19:32","modified_gmt":"2014-10-30T18:19:32","slug":"was-macht-eigentlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.jannis-welt.de\/?p=3104","title":{"rendered":"Was macht eigentlich&#8230;"},"content":{"rendered":"<h2><b>Was macht eigentlich ein Wissenschaftsjournalist?<\/b><\/h2>\n<p>Wenn das Interesse an Naturwissenschaften und der Spa\u00df am Schreiben aufeinander treffen, dann kann daraus Wissenschaftsjournalismus werden. Doch was braucht es wirklich, um im hart umk\u00e4mpften Markt der Nachrichten und Informationen bestehen zu k\u00f6nnen? Dieser und anderen Fragen bin ich w\u00e4hrend meiner drei monatigen Auszeit im Sommer 2014 im Rahmen eines Redaktionspraktikums im \u201a<i>Spektrum der Wissenschaft<\/i>\u2018 Verlag in Heidelberg nachgegangen.<\/p>\n<p>Da es nicht selbstverst\u00e4ndlich ist, dass ein Arbeitgeber seinem Mitarbeiter diese M\u00f6glichkeit bietet, m\u00f6chte ich mich an dieser Stelle vielmals bei Mathias Wossidlo und Thomas Steinmann bedanken, die ohne zu z\u00f6gern auf meine Anfrage eingegangen sind und unkompliziert und unb\u00fcrokratisch eine f\u00fcr alle Seiten angenehme Regelung meiner Auszeit gefunden haben.<\/p>\n<p>So startete ich im Juli meine neue T\u00e4tigkeit in der Onlineredaktion des Wissenschaftsverlags. Entgegen allgemeiner Klischees, verbrachte ich keine Zeit mit Kaffee kochen und Kopierer bedienen, sondern wurde gleich in die Geheimnisse der Informationsbeschaffung eingeweiht. Wie \u00fcberall im\u00a0 Journalismus geht es auch in einem Wissenschaftsverlag um die Verbreitung neuester Erkenntnisse und Informationen. Zielgruppe ist der interessierte Laie. Doch woher kommen diese neuen Forschungsergebnisse? Und wie schaffen es die Journalisten schon vor der offiziellen Ver\u00f6ffentlichung in einschl\u00e4gigen Fachzeitschriften informiert zu sein?<\/p>\n<p>Die meisten neuen Erkenntnisse in den Naturwissenschaften werden an Universit\u00e4ten durch die Grundlagenforschung erbracht. Ihre Ergebnisse ver\u00f6ffentlichen die Forscher als sogenannte Paper in Fachzeitschriften wie Nature und Science. Zwar verf\u00fcgen die Fachjournale auch \u00fcber Online Webseiten, auf denen sie die neuesten Ver\u00f6ffentlichungen pr\u00e4sentieren, vollst\u00e4ndigen Zugang gibt es jedoch nur gegen Bezahlung und die f\u00e4llt oft recht \u00fcppig aus. Zus\u00e4tzlich strotzen wissenschaftliche Artikel nur so vor Fachw\u00f6rtern und wissenschaftlichen Formulierungen, dass selbst Muttersprachler oft nur wenig verstehen<\/p>\n<p>Da aber auch die Verlage an einer allgemeinen Verbreitung von Informationen interessiert sind, gibt es f\u00fcr Journalisten einen speziellen Bereich,\u00a0 in dem die Fachzeitschriften schon vor ab \u201eunter Nachrichtensperre\u201c die demn\u00e4chst zu ver\u00f6ffentlichen Fachartikel (Paper) bereitstellen. Meist bleiben dem Schreiber somit 5 &#8211; 7 Tage, um aus dem Paper die f\u00fcr den Laien interessanten Punkte aufzugreifen und in eine leicht verst\u00e4ndliche Form zu gie\u00dfen. Je nach Thema und allgemeinem Interesse werden Nachrichten, kurze Artikel oder l\u00e4ngere Berichte verfasst.<\/p>\n<p>Auf der eigenen Website d\u00fcrfen diese Artikel jedoch erst nach Ablauf der Nachrichtensperre erscheinen, das wird auch streng gepr\u00fcft und kann schon mal zu mehr oder weniger nett formulierten eMails f\u00fchren, in denen gefordert wird den zu fr\u00fch ver\u00f6ffentlichen Artikel unverz\u00fcglich abzuschalten.<\/p>\n<p>Neben brandaktuellen Neuigkeiten gibt es auch immer wieder Themen, \u00fcber die selten oder bisher noch gar nicht berichtet wurde. Daf\u00fcr sind meist die freien Journalisten zust\u00e4ndig, die f\u00fcr ihre Recherchen durch die ganze Welt reisen, um so zum Beispiel \u00fcber bisher unerforschte Krankheiten aus Afrika zu berichten.<\/p>\n<p>Ein Wissenschaftsjournalist befindet sich nah am aktuellen Forschungsgeschehen, kann in viele Bereiche hineinschauen und sich das interessanteste \u201eherauspicken\u201c. Doch wie \u00fcberall im Journalismus ist auch hier die Konkurrenz gro\u00df, die Bezahlung meist schlecht und die Zukunft ungewiss. Wer eine der raren Stellen als Redakteur ergattert hat, kann sich gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, die meisten Wissenschaftsjournalisten schlagen sich jedoch mehr oder weniger schlecht als Freie durch. Das richtige Gesp\u00fcr f\u00fcr die gro\u00dfen Themen und eine schnelle Schreibe helfen hier, doch beides l\u00e4sst sich in einem drei monatigen Praktikum nur schwer erlernen. Und so werde ich meinen Spa\u00df am Schreiben wohl weiterhin eher im privaten Rahmen ausleben. Wobei, was macht eigentlich ein professioneller Blogger?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.jannis-welt.de\/?attachment_id=3105\" rel=\"attachment wp-att-3105\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-large wp-image-3105\" alt=\"Journalisten\" src=\"https:\/\/www.jannis-welt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Journalisten-682x1024.jpg\" width=\"625\" height=\"938\" srcset=\"https:\/\/www.jannis-welt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Journalisten-682x1024.jpg 682w, https:\/\/www.jannis-welt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Journalisten-333x500.jpg 333w, https:\/\/www.jannis-welt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Journalisten-624x936.jpg 624w, https:\/\/www.jannis-welt.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/10\/Journalisten.jpg 800w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><br \/>\n<b>Bildrechte:<\/b><br \/>\nLinks oben: Ed Yourdon CC BY-NS-SA 2.0<br \/>\nRechts oben: ARD Tagesschau<br \/>\nLinks mitte: Dave CC BY-NS-ND 2.0<br \/>\nRechts mitte: J\u00f6rg Kanterl CC BY-NC-ND 2.0<br \/>\nLinks unten: Windw\u00e4rts Energie CC BY-NC-ND 2.0<br \/>\nRechts unten: Mike CC BY-ND 2.0<br \/>\n&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was macht eigentlich ein Wissenschaftsjournalist? 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