Jannis Welt

Bevor man die Welt verändert, wäre es vielleicht doch wichtiger, sie nicht zugrunde zu richten (Paul Claudel)

Olympische Distanz

Ich hab grad mal in meinem Blog gestöbert und festgestellt, dass ich ja recht wenig über meine Triathlon-Ambitionen berichte. Zugegeben, in den letzten Monaten lag der Fokus verstärkt auf dem Mountainbiken, aber letztes Jahr (2015) habe ich 3 Trias gemacht – davon zwei Jedermänner und eine (meine erste) Olympische Distanz (OD) in Hamburg. Das war ein richtige tolles (wegen einem Platten in der ersten Radrunde aber auch erfahrungsreiches) Erlebnis und musste definitiv wiederholt werden (aber ohne Schlauchwechsel!).

Dieses Jahr wollte ich daher wieder eine OD machen, diesmal aber nicht so weit weg fahren und habe mich schließlich in Viernheim gemeldet. Ursprünglich war auch geplant ein/zwei Vorbereitungs Trias auf der Jedermann-Distanz zu machen, aber irgendwie hat es terminlich nie geklappt. Und aufgrund des vielen Mountainbikens, hat die Vorbereitung auch etwas gelitten, aber zumindest hat mir das viele Wald-Radln eine gute Kondition beschert 🙂

Und so hieß es am letzten Sonntag, früh aufstehen und hoffen, dass es nicht so heiß wird, wie vorhergesagt. Denn die Olympische Distanz bedeutet:

  • 1,5 km Schwimmen (im See, Neo Verbot)
  • 40 km Radfahren (hier 39,1 km mit 480 hm)
  • 10 km Laufen (flach)

Dafür geplant hatte ich knapp 3:30h. Start war um 9 Uhr, also schön in der Mittagshitze laufen. Vorhergesagt waren 34°C und schon morgens um 6:30 war es noch/schon richtig warm.

Die Zeit von der Abholung der Startunterlagen bis zum Start erschien mit 1,5h erst recht lang, ließ aber genug Zeit 5x die Keramik-Abteilung zu besuchen und somit leicht und beschwingt den Wettkampf anzutreten. Das Neo-Verbot war vorherzusehen, und so hieß es ohne Auftriebsunterstützung die 1,5 km anzugehen.

Nachdem ich dieses Jahr ganze 3 oder 4x im Schwimmbad war, stellte ich keine sonderlich großen Ansprüche an meine Schwimmleistung und hoffte nur, nicht als Letzte aus dem Wasser zu kommen. Umso überraschter war ich, als meine Uhr mir knapp 33 min mitteilte, als ich bei meinem Rad in der Wechselzone ankam. Dort musste ich mir dann aber ein paar Sekunden Zeit zum gerade stehen gönnen, der Wechsel von der Waagerechten in die Senkrechte fordert doch einiges von meinem Kreislauf.

Helm auf, Brille auf, Startnummer umhängen, Socken und Schuhe an und ab auf die Radstrecke. Diese ist recht anspruchsvoll, so geht es nach wenigen km schon direkt steil bergauf – bis zu 17% Steigung „wirbt“ der Versanstalter. Ich hatte mir die Strecke natürlich im Vorfeld zwei mal angeschaut und wußte was auf mich zukommt. Umso faszinierender waren jene Mitfahrer, die sich schon im ersten (noch leichteren) Teil extrem quälten. Ich frag mich immer noch, wie der Eine wohl den zweiten Anstieg hochgekommen ist. Vielleicht wie die junge Dame vor mir, die kurzerhand vom Rad abstieg und schob.

Insgesamt war ich überrascht wieviele ich am Berg überholen konnte – und umso frustrierter, wieviele mich den Berg runter wieder überholt haben. Da muss ich definitiv noch üben. Was ich offensichtlich auch nicht so gut kann: auf flacher Strecke Tempo zu machen. Da haben mich auch viele überholt, die ich am Berg locker überholt habe… na mal schauen. Am Ende bin ich aber mit meiner Radzeit von etwas über 1:30h zufrieden. Im Vergleich definitiv auch meine stärkste Disziplin.

Bildschirmfoto 2016-08-30 um 20.14.45

Radrunde – und ja, das macht wirklich Spaß :)

Somit war ich kurz nach 11:00 Uhr wieder zurück und ging auf die Lauftsrecke, die glücklicher Weise sehr schattig war und nur der Teil im Stadion (knapp 800m der jeweils 3,33 km langen Runden) in der prallen Sonne absolviert werden musste. Es gab ausreichend Wasserstationen und zwei Wassersprenkler, so dass ich im Ziel fast nasser war, als direkt nach dem Schwimmen 😉

Bildschirmfoto 2016-08-30 um 20.14.31

Zieleinlauf – glücklich und zufrieden!

Mir war schon nach den ersten Metern klar, dass ich die 3h nicht mehr packen kann – das notwendige Tempo könnte ich vielleicht auf einem reinen 10er, aber sicher nicht bei der Hitze laufen. Und so beschloss ich mich nicht zu quälen und stattdessen zwar flott, aber doch locker die 10 km zu absolvieren. Am Ende standen 58:24 min und Gesamt 3:04:17 auf der Uhr und das war mehr als ich erreichen wollte 🙂

Was habe ich diesmal gelernt:

  1. Ich kann ohne Neo schneller schwimmen als mit
  2. Schwimmtraining wird völlig überbewertet 😉
  3. OD ist einfach viel besser als Jedermann – leider aber auch deutlich teurer

Nächstes Jahr bin ich wieder dabei.

OD_Viernheim_2016

St. Caterina Valfurva – 5

Der letzte Tag sollte kurz werden. Nachdem am Vortag das Wetter noch gut mitgespielt hatte und es erst regnete, als wir im Hotel waren, zeigte es sich am letzten Tag von seiner fiesen Seite.

Entsprechend ging es erneut (wie schon am ersten Tag) hoch zur Pizzini Hütte, den Trail vom ersten Tag nochmal in Angriff nehmen, diesmal aber direkt alles fahren – mittlerweile waren wir ja auch alle bergerprobt und so zischten wir den Trail runter, bis plötzlich unsere zweite Guidin (die immer die Nachhut gebildet hat) fehlte.

Aber schnell war sie gesichtet – mit Rad und Rucksack am Berghang liegend. Nach einer kurzen Schrecksekunde ahnten wir aber schon, dass das kein wirklicher Ernstfall war, sondern eine kleine Übung zum Thema 1. Hilfe in den Bergen. Und so sicherten wir den Weg, legten einen Druckverband an, versuchten uns in einer stabilen Seitenlage (am Hang ist das nochmal eine ganz andere Geschichte) und freuten uns über die Hilfsbereitschaft der anderen Leute, die auf der Strecke unterwegs waren.

Dann ging es weiter, diesmal einen neuen Trail Richtung Forni Hütte nehmend, auf dem wir nochmal ein paar kniffelige Stellen hatten, die alles und noch mehr von dem forderte, was wir die letzten 4 Tage gelernt hatten.

Da der Himmel immer dunkler wurde, kehrten wir im Stella Alpina ein – von dort geht es auf Asphalt nach St. Caterina – das geht auch im strömenden Regen. Und während wir in einer sehr gemütlichen Hütte unser wohlverdientes Mittagessen verputzten, öffnete der Himmel seine Schleusen und nahm uns das putzen der Bikes ab 😉

In vollen Regenmontur ging es dann zurück, trocken geblieben ist trotzdem nicht viel, einfach zu viel Wasser von überall. Den Rest des Tages haben wir dann mit Bilder gucken, resümieren und planen der nächsten Touren verbracht.

Leider habe ich bisher keine Fotos von diesem Tag bekommen, auf denen ich drauf bin, daher reiche ich hier mal Bilder vom 1. Tag nach. Also nicht über den blauen Himmel wundern, den gab’s leider nicht mehr.

 

St. Caterina Valfurva – 4

Das Wetter wollte nicht mehr so ganz mitspielen und daher mussten wir die letzten 2 Touren so planen, dass wir im Falle eines Regenschauers oder gar Gewitters schnell an eine Hütte oder runter ins Tal gelangen.

Daher ging es heute zum Gletscher – ein bißchen mehr Sightseeing und weniger viel fahren.

Mit dem Shuttle ging es diesmal nach Forni – wo wir am ersten Tag schon Mittagspause gemacht hatten – und von dort weiter zum Rifugio Branca. Dabei stellten sich uns auf 3 km ganze 300 hm in den Weg, die zum Teil fahrbar waren, zum Teil aber so steil hoch gingen, dass ich mich schon gefragt habe, wir mir der entgegenkommende Defender da lang gefahren ist.

In Branca haben wir uns mit Kuchen gestärkt, bevor es zum Teil fahrend, zum Teil tragend mit dem Bike Richtung Gletscher ging. Über zwei Hängebrücken und noch ein Stück zu Fuß, bevor wir letztlich am Fuße der Eismassen standen. So richtig beeindruckend war es nicht, leider ist die Eishöhle während der letzten Monate zusammengebrochen und im Grunde gab’s nur dreckiges Eis.

Danach gings dann wieder schiebend und tragend weiter, bis der Trail wieder als solcher zu erkennen war und wir über Forni und von dort Richtung Ables (wie am ersten Tag) den Heimweg nach St. Caterina antraten.

St. Caterina Valfuvra – 3

Tag 3 beginnt mit ein paar Tiefenmeter. Mit dem Rad fahren wir ins 12 km entfernte Bormio, wo heute auch das Etappenziel der der Bike Transalp Challenge ist, und so lassen wir uns ein bißchen posen natürlich nicht entgehen 😉

Nach einer kleinen Stürmung des Supermarktes geht es bewaffnet mit Pizza, Hühnchen, Brot und Käse auf zur Gondel, die uns erst auf 2000 und dann auf 3000m hoch bringen wird. In die Gondel rein und rechtzeitig wieder rauszukommen – mit dem etwas sperrigen Radl – ist auch eine gewissen Aufgabe , die wir aber alle meistern 😉

Auf 3000m gibt es dann wirklich nur noch Schotter und Geröll, ein paar Tiefenmeter müssen wir auf rutschigem Untergrund überwinden, bevor es wieder grün wird. Dann leuchtet aber schon ein türkisblauer See im grünen Gras auf und wir legen am kalten Bergsee unsere Mittagspause ein.

Danach folgt ein endloser Trail bis nach St. Caterina, der teilweise so schwer ist, dass wir schieben und tragen 😉 Ingesamt ist es aber gut zu befahren und wir finden ein paar schöne Stellen zum üben.

St. Caterina Valfurva – 2

Am 2. Tag ging es wieder mit dem Auto-Shuttle ganz nach oben – zur Hütte „Sunny Valley“. Auch hier machte sich die verschobene Sommer-Saison bemerkbar: Der Hüttenwirt kam nur wenige Minuten vor uns an.

Aber da wir uns ja eh noch etwas an die Höhe akklimatisieren mussten, wurde geduldig gewartet, bis die Kaffeemaschine aufgeheizt war und die Mädels noch ihren Latte/Espresso oder sonstiges unter blauen Himmel geschlürft hatten.

Anschließend ging es noch ein paar Höhenmeter hinauf – zum Teil fahrend, zum Teil schiebend, bevor der erste Trail in Angriff genommen werde konnte.

Nach einer kleinen Tragepassage über eine Schafwiese ging es erstmal wieder ein paar Höhenmeter hinauf zum Refugio Berni, wo wir eine kleine Mittagspause gemacht haben, bevor der 525 (so der Name des Weges) in Angriff genommen wurde. Hier mussten wir etwas vorsichtiger sein, nicht nur waren vielen wandernde Jugendliche unterwegs, auch das Gelände wurde etwas anspruchsvoller.

Anfangs noch ausgesetzt (teilweise für den Kopf schon eine Herausforderung) wurde der Weg gegen Ende immer waldiger und einfacher zu fahren, wobei auch weiter unten noch hier und da kniffelige Stellen warteten, bevor uns der Weg wieder in St. Caterina ausspuckte.

Biken rund um St. Caterina Valfurva – 1

So zäh wie sich die Tage bis zum Urlaub ziehen, so schnell fliegen sie vorbei, wenn die Sonne über schneebedeckte Alpengipfel scheint und jeder noch so lange Trail immer noch zu kurz scheint 😉

5 Tage biken im italienischen Ort Santa Caterina Valfurva standen auf dem Plan. Von meiner Heimat sind es eigentlich nur knapp 600 km – also knapp so weit wie einmal nach Berlin. Allerdings gibt es da ein paar „kleinere Berge“ die überwundern werden wollen und so zogen sich die knapp 300 km vom Bodensee (wo ich eine kleine Zwischenstation eingebaut hatte) über viele Serpentinen und Höhenmeter ziemlich lang hin, bis ich nach 5,5h Fahrt endlich am Ziel ankam (Gesamt knapp 8,5h Fahrtzeit für 600km).

Auf knapp 1700m gelegen, ist St. Caterina ein kleines Alpendorf, das hauptsächlich vom Wintertourismus lebt und seit einigen Jahren verstärkt auch im Sommer vor allem MTBer anzieht. Es gibt viele natürliche Singeltrails, die sich in sehr gutem Zustand befinden und fleißig betreut werden, damit das auch so bleibt.

Aufgrund des unerwartet langen Winters, wurde die Saison in St. Caterina dieses Jahr um eine Woche nach hinten verlegt, so dass wir plötzlich nicht mehr in der Saison, sondern vor der Saison vor Ort waren. Das hatte zur Folge, das die Lifte und Gondeln noch nicht geöffnet waren und wir stattdessen einen Shuttle-Service in Anspruch genommen haben. Das war auch abenteuerlicher als jede Gondel und forderte ein ganz neues Vertrauen in einen PKW und seinen Fahrer.

Am ersten Tag ging es hoch zum Rifugio Pizzini (Rifugio heißen in Italien die Hütten) auf  2706m. Da wird die Luft doch schon merklich dünner, aber zum Glück ging es ab hier hauptsächlich runter. Leichte Passagen sind wir direkt gefahren, bei schwierigeren Absätzen gab es Hilfe, Anleitungen, gutes Zureden und viel Applaus, wenn es endlich geklappt hat. Insgesamt war der Trail am erstem Tag eher einfach, was das Eingewöhnen an die Höhe und die alpinen Besonderheiten (da geht es oft gleich steil links oder rechts runter) erleichterte. Bei den wenigen Anstiegen habe ich dennoch oft wie ein Maikäfer gepumpt, zum einen weil es doch oft recht steil ist und zum anderen der Sauerstoff doch merklich fehlt.

Leider hatte ich am 1. Tag nur mein Smartphön dabei und bisher noch keine Bilder von den anderen, auf denen ich mal in Action zu sehen bin. Hoffe ich kann in den nächsten Beiträgen ein paar mehr Bilder zeigen.

Auf Brombeerentrails im Schwarzwald

Das Wetter wird langsam besser – im Sinne von trockener – was die Möglichkeiten sich draußen zu bewegen enorm erhöht und so war ich am Samstag das erste Mal im Schwarzwald mit dem MTB unterwegs. Dank halbwegs ortskundiger Mitfahrer, haben wir wirklich schöne Wege unter die Stollen genommen. Begegnet ist uns so gut wie keine Menschenseele (soviel zum Thema wir Biker stören die Wanderer… da wandert gar keiner) dafür hatten wir umso mehr Spaß.

Eine kleine Stunteinlage konnte ich mir natürlich nicht verkneifen: Im Schritttempo bin ich leider vom Rad gekippt und dummerweise nicht zum Berg hin, sondern natürlich voll in den Brombeerstrauch, der scheinbar hoch erfreut über diese unerwartet Zuwendung war, jedenfalls wollte er gar nicht mehr loslassen. Aber das gehört dazu und so hat man wenigsten eine Weile ein paar Erinnerungen an den schönen Tag 😀

Danke an die fleißigen Fotographen für die schönen und zahlreichen Fotos 🙂

 

Three Girls – Fotoshooting

Das kennt ihr bestimmt auch alle – da trudelt eine eMail in den Posteingang mit der Frage, ob man nicht Lust hat als „Covergirl“ für eine BikeFahrtechnikTrainerin zu agieren. Genau. Hab ich auch gedacht… Wer, ich und warum?

Aber ja, ich – die Janni – war gefragt und hey, warum nicht mal mit einem „richtigen“ Fotographen coole Bike Bilder machen. Also zugesagt und letzten Montag war es soweit. Mit dem Bike erstmal fleißig den Berg hochstrampeln und dann lächeln und winken – oder besser fahren.

Und das ist dabei rausgekommen – hauptsächlich natürlich die Bilder, auf denen ich auch zu sehen bin. Und ja, an meiner Fahrtechnikt läßt sich noch einiges verbessern. Dafür steht dann demnächst ein einwöchiger Technikkurs an. Ich werde berichten 🙂

Trail fahren

Wir waren mal wieder mit dem MTB unterwegs. Diesmal durfte ich die Hauptrolle im Trail-Film spielen, aber am Besten seht einfach selbst:

Teil 1 – Von ganz oben nach fast ganz unten – Einen Platten am Hinterrrad und ein kleiner Crash 😉

 

Teil 2 – Reifen geflickt und weiter geht’s.

Impossible Puzzle

Das Puzzle Fieber ist ausgebrochen und normale Puzzles kann ja jeder, also musste was „anspruchsvolles“ her. Was ist also besser geeignet als ein „Impossible Puzzle“ mit den besten Typen der Welt?

Und so saßen 3 Puzzler Tage und Nächte an diesem „unmöglichen“ Werk. Aber seht selbst:

ImpossiblePuzzle

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