Das Wetter versprach keinen Regen mehr auf uns zu schütten und so machten wir uns auf die längste Wanderung der 4 Tage. Zuerst liefen wir den „Wisdom Trail“, bei dem jeder (größeren) Dose ein weiser Spruch beilag, den wir uns immer vorlasen. Das war eine nette Abwechslung und es gab auch ein paar wirklich schöne Weisheiten.

Daneben erlebten wir aber auch mal wieder, wie beschränkt manche Menschen sein können. Während wir an einer Wegkreuzung, mitten im Wald(!), eine kurze Rast machen, rast ein Kleinwagen an uns vorbei. Kurz darauf rast der gleiche Wagen aus einer anderen Richtung kommend, wieder in einem Affenzahn an uns vorbei. Wir wundern uns nur, denken der hat sich vielleicht verfahren und machen uns auf den Weg zur nächsten Dose. Kurz darauf sehen wir den Wagen an einer kleinen Schutzhütte stehen. Das dazugehörige Pärchen sitzt mit dem Smartphone in der Hand auf der Bank und schaut sich MusikVideos(?) an. Wie Banane ist das denn? Da unsere zweite geplante Route wieder genau hier vorbeiführt, hoffen wir nur, dass es den beiden bald zu kalt ist und sie sich wieder dahin verziehen, wo sie hergekommen sind.

Nach dem „Wisdom Trail“ machen wir uns auf die zweite Tour „Mach mal Pause“ bei der wir nie lange eine entsprechende Sitzgelegenheit suchen müssen. Und auch die kleine Schutzhütte ist bei unserem zweiten Besuch leer und wir können in Ruhe das Döschen suchen.

Blümchen am Wegesrand

Blümchen am Wegesrand

Von oben blieb es heute trocken, aber der viele Regen der letzten Tage hat die Wege matschig gemacht und das Wasser der Gräser streift sich freudig an unseren Schuhen ab, die sich daher wieder über einen trockenen und warmen Heizungsplatz freuen.

Diese Nacht bekommen wir auf dem Zeltplatz noch Zuwachs, zwei junge Mädels mit Luftmatratze (!) und Decke bewaffnet wollen die Nacht im Zelt verbringen. Wir wundern uns etwas über die Naivität, sind doch knapp 3°C für die Nacht vorhergesagt, und finden das Loch in der Luftmatratze wahrscheinlich lustiger als die Beiden. Helfen können wir aber leider nicht. Und so sind wir auch nicht verwundert die beiden am nächsten Morgen schon beim packen vorzufinden, als wir uns grad aus den warmen Schlafsäcken pellen.

Ca. 26 km und 52 Caches