Ist ja nicht so, dass ich nicht grad ein paar hundert Kilometer durch die Nachbarländer geradelt wäre, aber wenn ich schon mal im Radlflow bin, dann kann ich das auch gleich nutzen 🙂

Diesmal aber mit dem „schnellen“ Rad, meinem Gravelbike, soll es nach Kaiserslautern gehen. Einmal quer durch die Rheinebene und dann durch den Pfälzer Wald.

Los geht es von der Haustür, die Wege sind bekannt und so fliege ich einmal durch Mannheim. Immer am Neckar entlang, bis dieser in den Rhein mündet, folge ich einem eigentlich echt schönen Radweg. Dieser führt mich dann auf die Kurt-Schumacher-Brücke über die ich nach Ludwigshafen komme.

Die Fahrt durch Ludwigshafen gestaltet sich dann schon eher unangenehm. Immer an Strassen entlang, auf eher nervigen Radwegen. Also trete ich ordentlich rein und erreiche bei km 24 endlich das Ende der Stadt und finde einen schönen Radweg, der erstmal abseits von Strassen weiterführt.

Und dann sind sie da, die Weinreben. Im Hintergrund die ersten Berge des Pfälzerwalds.

Und dann bin ich auch schon in Bad Dürkheim und habe knapp die Hälfte der Strecke (33km) geschafft. Eine kurze Pause vor dem Gradierbau und schon geht es weiter.

Von nun an also durch den Pfälzerwald. Ein paar Höhenmeter sind zu bewältigen. Aber erst einmal geht es zum Ortsende von Bad Dürkheim noch ganz bequem über Radwege.

Ein kurzes Stück muss ich auf der Strasse fahren, bevor wieder ein gut ausgebauter Radweg parallel zur Straße verläuft, die aber zum Glück nur sehr mäßig befahren ist. Somit genieße ich die Sonne und hören den Vögeln bei ihren Gesängen zu.

Und dann bin ich auch schon an der Stelle, an der mein Navi sagt, ich soll auf der Strasse weiterfahren. Auf der Karte ist aber ein Weg eingezeichnet, der halbwegs parallel läuft, den probiere ich doch mal.

Leider hat mein Navi recht und der Weg verschwindet nach einigen Metern im Unterholz. Querfeldeinwandern wollte ich heute eigentlich nicht, also drehe ich um und nehme doch die Strasse.

Diese ist zum Glück auch weiterhin nicht allzu befahren, so dass mich nur wenige Autos überholen. Und so erreiche ich bald den höchsten Punkt der heutigen Tour.

Ab hier rolle ich fast nur noch bergab. Hier und da kleine Gegenanstiege, die kaum der Rede wert sind. In Hochspeyer treffe ich auf die Burg Frankenstein, eine der ältesten Burgen im Bereich des Pfälzerwaldes.

Nun ist es auch gar nicht mehr weit. Wieder ein gut ausgebauter Radweg der parallel zur immer noch eher leeren Strasse verläuft. Und schon bin ich in Kaiserslautern.

Dort folge ich blind meinem Navi, wundere mich noch, dass der Hauptbahnhof, zu dem ich eigentlich will, immer nach links ausgeschildert ist, mein Navi aber stur behauptet weiter gerade aus, als es ganz unvermittelt mitten in der Fußgängerzone piepsend verkündet ich wäre jetzt am Ziel. Da hab ich wohl das Ziel nicht ganz korrekt eingegeben.

Macht aber nix, von der Fußgängerzone zum Hauptbahnhof sind es nur ein paar hundert Meter und dann stehe ich vor dem heutigen Ziel.

Ohne es zu wissen, bin ich auf die Minute pünktlich am Bahnhof, 13:34 Uhr fährt der Zug zurück nach Mannheim.

Und dann noch die schönen Zahlen zu so einer Tour

Streckenlänge : 68,3 km

Höhenmeter: 404 m

gefahrene Zeit: 3:02 h

Durchschnittsgeschwindigkeit: 22,5 km/h