Tag 2: Schon wieder Extra-Kilometer

Dienstag, 8.10.13, der Wecker klingelt, schon wieder, oder besser immer noch dunkel. Aber wir wollen früh los, nicht nur weil das Museum nebenan um 8 Uhr öffnet, wir haben schließlich auch noch was vor. Und so packen wir flink zusammen, räumen alles auf und nachdem keine Spur unserer Übernachtung mehr zu sehen ist, machen wir uns auf die Suche nach einem heißen Kaffee/Tee.

In Neuenbürg findet sich schnell ein kleiner Bäcker mit dem Gewünschten und so können wir frisch gestärkt losziehen. Und wie das so mit Orten ist, liegen diese gerne in Tälern und so heißt es erst mal hm machen. Aber wir kommen gut voran. Die Zivilisation wird immer spärlicher.
An der Schwanner Warte kommen wir nochmal auf offenes Feld und genießen kurz den leider etwas dunstigen Ausblick, bevor wie weiter laufen und tiefer in die Nadelwälder des Schwarzwaldes eindringen. Vorbei am Volzemer Felsenmeer laufen wir auf teilweise schmalen Pfaden nach Dobel.

Hier befindet sich das offizielle Ende der 1. Etappe, welches wiederum durch ein Tor gekennzeichnet ist. Nach kurzer Fotosession versorgen wir uns noch mit dem nötigsten für den kommenden Tag und schleppen die nun mehr wiederum knapp 3,5 kg schwereren Rucksäcke hinaus aus Dobel auf die Wege zum Weithäusleplatz.

Wir begegnen einer großen Schafherde die friedlich auf den angrenzenden Weiden grast und genießen die schönen Aussichten und die Stille der Natur. Als wir an der 1. der beiden möglichen Hütten für die heutige Übernachtung ankommen sind wir noch am Überlegen, ob wir die 1.5 km zur nächsten Hütte doch schon heute laufen wollen, dann ist es morgen etwas entspannter. Wir rasten kurz und entschließen uns es zu wagen.

Als wir die vermeintliche zweite Unterkunft erreichen, erkennen, dass wir hier keine ruhige Nacht haben werden und so müssen wir die 1.5 km wieder zurücklaufen und erreichen erst nach Sonnenuntergang unser Nachtlager. Während ich unsere Unterkunft aufbaue, kocht meine Mitwanderin ein leckeres Abendbrot und am Ende des Tages fallen wie ziemlich erschöpft auf unsere Matratzen. Wir genießen noch die absolute Stille, bedauern den bewölkten Himmel, ohne den sich mit Sicherheit ein spektakulärer Nachthimmel gezeigt hätte und gleiten dann ins Land der Träume.

26,5 km – 12 h – 27 Caches