Tag 3: Schwierige Strecke mit unerwartetem Ende

Mittwoch, 9.10.13, irgendwann morgens. Ruhe umgibt uns. Nicht einmal ein Vogel ist zu hören. Wir genießen noch die Wärme unserer Schlafsäcke bevor wir anfangen uns für den Tag zu rüsten. Wir kochen Kaffee und Tee und futtern was sich grad im Rucksack findet.
Irgendwann findet doch einmal eine Amsel ihre Stimme, schimpft aber nur unablässig vor sich hin und so machen wir uns auf den Weg. Die ersten 1.5 km kennen wir ja schon und Dosen gibt es hier auch keine unbekannten mehr und so sind wir schnell wieder am Aussichtspunkt Schweizerkopf.

Vereinzelt begegnen wir Wanderern, die meisten Zeit aber sind wir allein unterwegs und genießen die Ruhe und die Natur. Zwei Caches wollen sich nicht zeigen, auch noch direkt hintereinander, und so sind wir etwas bedrückt, bis sich das miese Karma verzieht und sich die Dosen wieder finden lassen. Dabei geht es teils über schmale steinige Abschnitten, die gerade mit den schweren Rucksäcken schwierig zu gehen sind.

In Kaltenbronn wird es etwas wuseliger, einige Wanderer zieht es auf den Hohlohturm. Wir machen hier nach fast 14 km endlich etwas Rast und genießen die Leichtigkeit ohne Rucksack auf dem Rücken. Doch lange können wir nicht Ruhen, es ist schon spät und wir haben noch einige km vor uns.

Ab jetzt geht es aber abwärts. Von fast 1000 hm müssen wir runter auf unter 400. Teils geht es auf ausgebauten Waldwegen und Teils auf trailigen Serpentinen den Berg runter. Mein rechter Fuß findet das gar nicht gut und fängt an zu schmerzen. Auch ein fester ziehen oder lockern des Schuhs bringt leider nichts, es wird nicht besser. Doch der Weg kennt keine Gnade und schlängelt sich weiter den Berg hinab.

Kurz vor km 18 erreichen wir die erste der anvisierten Hütten, erkennen aber gleich, dass das keine mögliche Unterkunft wird und ziehen auch gleich weiter. Auch die zweite eventuelle Möglichkeit entpuppt sich als Niete, befindet sich die Hütte gar nicht an unserem Weg, sondern an einem parallelen, der sich so einfach nicht erreichen lässt.

Schließlich erreichen wir Forbach und finden hier doch noch eine kleine Unterkunft, die sich für uns zwei als akzeptabel erweist. Wir machen erst mal Rast und checken dann doch nochmal den Wetterbericht, der nichts Gutes für uns bereit hält: Dauerregen ab dem späten Abend bis Freitag. Dafür ist unsere kleine Unterkunft dann doch eher ungeeignet und wir beschließen schweren Herzens unsere Tour hier abzubrechen.

Im strömenden Regen wollen wir nicht weiterwandern und vor uns liegen viele km ohne gute Möglichkeiten auszusteigen. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit trocknet auch nichts, was mal nass geworden ist und wir wollen ja Spaß am Wandern haben.

Den Westweg gibt es auch nächstes Jahr noch, die Caches hoffentlich auch, so dass wir wiederkommen werden. Ganz bestimmt.

22,5 km – 9,5 h – 21 Caches