Der neue Tag beginnt etwas verkatert. Nicht weil wir gestern zu tief in irgendein Glas geschaut hätten, sondern weil das schmale Bett einfach nicht für zwei aktive Schläfer geeignet ist.

Dafür gibt es ein nettes Frühstück bei dem wir uns etwas mit den Gastgebern verquatschen, aber so sind wir halbwegs wach und fit, als wir uns auf den Weg machen.

Entgegen unserer Radkarte gibt es in Belgien sehr wohl gute Radwege die RAVeL (die Grünen Wege). Allen voran die Vennbahn, auf umgebauten Bahntrassen kann man von Aachen bis in den Norden Luxemburgs radln.

Die erste Stunde heute mussten wir noch über wenig befahrene Landstraßen, bevor wir den Einstieg ins RAVeL Netz erreichten.

Nur noch ein Radweg und Natur pur. Wenn wir das vorher gewusst hätten. Das nächste mal also doch wieder mehr planen.

Nicht lang und es wird doch wieder laut, wie kommen am Circuit of Spa – eine Motorrennstrecke vorbei.

Ganz schön laut und so fahren wir schnell weiter. Und es wird wirklich richtig schön. Durch einen eiskalten Tunnel, unter Brücken hindurch, über Brücken rüber, durch teilweise abgelegene Landschaften.

Die einzelnen Abschnitte der Strecken sind meist leicht steigend oder fallend. Die Steigung sieht man oft allerdings nicht, merkt nur, dass es schwieriger wird zu treten. Bergab rollt es sich mit bis zu 24 km/h recht angenehm, mit etwas Gas kommen wir auch auf über 30 km/h.

So machen wir relativ schnell Strecke, fahren dafür aber auch Umwege.

Am Ende landen wir in Ouren. Der letzte Ort in einem kleinen Zipfel Belgiens, kurz vor dem Dreiländereck Be/Lu/De.

Belgien hat übrigens keine eigene Sprache, im Norden sprachen unsere Gastgeber niederländisch, in der Mitte Ost-Belgiens französisch und hier an der Grenze zu Deutschland deutsch. Verständigen konnten wir uns aber immer 🙂

Nach einem guten glutenfreien Abendessen gibt es diesmal wieder für jeden eine eigene Matratze. Damit wir gestärkt in den nächsten Tag starten können. Luxemburg, wir kommen 🙂

Am Ende stehen heute 86,5 km mit 775 hm auf der Uhr.