Nachdem ich bei der ersten Tour von daheim nach Kaiserslautern zum Einen durch Ludwigshafen getingelt bin (immer direkt an/auf der Strasse lang) und zum Anderen in der Pfalz ein Stück auf der Bundesstrasse fahren musste, wollte ich heute versuchen diese beiden Punkte zu verbessern.

Dafür habe ich bei meinem „Planungstool Komoot“ diesmal nicht „normales Fahrrad“ als Grundlage gewählt, sondern Mountainbike. Da die Software dann natürlich gerne Trails einbaut, die ich mit dem Gravelbike aber nicht gut fahren kann, habe ich in diesem Teil direkt schon auf breite Wanderwege umgeplant. Den Rest habe ich so gelassen.

Diesmal also statt durch Ludwigshafen ging es bei Altrip an den Rhein und mit der Fähre auf die andere Seite. War richtig was los und bestimmt 50-60 Radler wechselten mit mir das Rheinufer.

Ab hier wurde es dann auch gleich schön.

Bis ich nach Mutterstadt kam. Aus einem mir nicht erfindlichen Grund, hat die Tourensoftware sich wohl „gedacht“ ein MTB fährt in der Ebene bestimmt lieber über nen zerfurchten Acker, als über eine ordentliche Strasse und so umfuhr ich Mutterstadt auf diesen netten „Wegen“.

Irgendwann hatte ich dann echt die Schnauze voll von dem geruckel und gestolper und habe mir den parallel laufenden Radweg gesucht, auf dem ich dann endlich auch mal wieder vorran kam. Bis Wachenheim, was in etwa die Hälfte der Strecke enstpricht.

Allerdings geht es aber hier dann auch bergauf. Bisher bin ich ja nur durch die Rheinebene gegurkt 🙂 Zuerst geht es noch gemächlich durchs Poppental, bevor ich rechts abbiege und mich den Berg hocharbeite. Den höchsten Punkt erreichen ich bei etwa 465 m.

Von dort geht ein Trail runter, aber ich fahre den ersten Teil auf dem Forstweg. Weiter unten probiere ich den Trail, der an sich technisch einfach zu fahren ist, aber meine Bremsen sind einfach zu schwach. Ich kann nicht wirklich gut bremsen und rolle daher eher im Schritttempo bergab, wobei ich immer wieder kurze Pausen machen muss, um die Hände zu entlasten… Aber ich komme unten an und lande auf der Route vom letzten Mal an der „Alte Schmelz“

Ab hier gibt es wieder einen Radweg parallel zur Strasse, dem ich folge, bis der Radweg endet. Letztes Mal bin ich hier ein Stück in den Wald, dann aber wieder umgekehrt und doch die Strasse hoch. Diesmal bleibe ich im Wald und kämpfe mich den nächsten Anstieg hoch.

Der Weg ist meist grob geschottert, so dass ich nur recht langsam vorran komme, dafür bin ich allein und die Vögel trällern mir fleißig was vor. Am höchsten Punkt (347 m) treffe ich wieder auf die Strasse.

Um dem Problem meiner Bremse auf dem Weg zu gehen, fahre ich ab hier die Strasse runter. Es ist wenig Verkehr und bis runter überholt mich kein Auto.

Ein kurzes Stück muss ich wieder auf der Strasse fahren (im Ort), aber hier bietet die MTB Route auch keine Alternative.

Kurz vor Kaiserslautern hatte ich beim letzten Mal schon ein Schild gesehen, das einen Radweg durch den Wald in die Stadt ausweist. Diesmal bin ich ihm gefolgt. Statt also durch die Stadt zu fahren, radelt es sich schön durch Wald und Flur

Kurz vor dem Bahnhof fahre ich dann auf ruhigen Nebenstrassen und erreiche diesen dann direkt, und nicht wieder über Umwege 😉

Ein Blick auf die Uhr verrät mir, dass mein Zug in wenigen Minuten fährt und so flitze ich den letzten Anstieg zum Bahnhof hoch und erwische den Zug in letzter Minute. Daher leider kein „Finisherfoto“ am Bahnhof, stattdessen im Zug 😀

Am Ende stehen 75,6 km und 720 hm in knapp 4h Fahrtzeit (ohne Pausen).